Wie komme ich auf Platz 1 in den KI-Suchergebnissen?

    Zusammenfassung der Folge des AI FIRST Podcasts vom 21. November 2025. Felix Schlenther spricht mit Niklas Buschner, Gründer der Berliner Agentur Radyant, über AI Search, GEO und AEO. Wir fassen zusammen, was für Unternehmenswebsites zählt. Die vollständige Folge hören Sie hier: Folge anhören (60 Min.)(öffnet in neuem Tab)

    So entsteht eine KI-Antwort

    KI-Assistenten entscheiden bei jeder Frage, ob sie aus dem Trainingswissen antworten oder im Web suchen. Suchen sie, zerlegen sie die Frage in mehrere Einzelanfragen (Query-Fanout), lesen die Treffer und schreiben daraus eine Antwort mit Quellenangaben. Googles KI-Übersicht und der KI-Modus arbeiten nach demselben Prinzip wie ChatGPT, nur mit anderem Modell und einer anderen Mischung an Quellen: Google greift häufiger auf YouTube und Unternehmenswebsites zu, ChatGPT je nach Branche stärker auf Community-Plattformen wie Reddit.

    Was sich gegenüber klassischem SEO ändert

    Das Ranking für ein einzelnes Suchwort verliert an Bedeutung. Wer bei einem Thema breit vertreten ist, bis hinunter zu sehr spezifischen Fragen, hat eine höhere Chance, Teil einer Antwort zu werden. Buschner nennt Hilfeartikel von Anbietern, die in klassischen SEO-Werkzeugen gar nicht auftauchen, in KI-Antworten aber zitiert werden. Faktoren wie Domain-Autorität und Backlinks wirken schwächer; eigene, gut gemachte Inhalte wirken dafür schneller.

    Was zitiert wird

    Entscheidend ist, ob ein Leser etwas mitnimmt: ein Vorgehen in Schritten, ein konkretes Werkzeug, ein Fall mit Ergebnis, eigene Daten. Texte, die ein Thema nur umreißen, werden übergangen. Hinzu kommt bei Google das Nutzerverhalten: Wer auf der Seite bleibt, sendet ein positives Signal.

    Ein Vorgehen für den Mittelstand

    1. Die eigene Zielgruppe nach ihrem KI-Werkzeug fragen. Im Mittelstand ist es oft Copilot in Microsoft 365, nicht ChatGPT.
    2. 15 bis 20 echte Fragen aus der Google Search Console in dieses Werkzeug eingeben.
    3. Auswerten, welche Quellen genannt werden: die eigene Website, Wettbewerber, Fachpresse, Communities, Videos.
    4. Daraus den Mix ableiten: Inhalte auf der eigenen Website zuerst, dazu Presse oder Community-Beiträge, wo diese Quellen zitiert werden. Auf Plattformen offen unter eigenem Namen auftreten und echten Nutzen geben, nie werblich.
    5. Erfolg an Anfragen messen, nicht an Sichtbarkeitsindizes. Ein Feld „Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?“ im Kontaktformular zeigt den Anteil aus KI-Assistenten.

    Was Sie sich sparen können

    Spezialdateien für Sprachmodelle, Tricks und Versuche, die Trainingsdaten zu beeinflussen. Modelle haben Wissensstände, die Monate zurückliegen; Antworten zu aktuellen Fragen entstehen aus der Websuche im Moment der Frage.

    Was das für Ihre Website bedeutet

    Bevor Inhalte zitiert werden können, müssen sie für KI-Systeme erreichbar, lesbar und zitierfähig sein. Genau das prüft unser AI-Ready Check: ob KI-Assistenten Ihre Seiten abrufen dürfen, was nach der Umwandlung in Text von ihnen übrig bleibt und ob konkrete, belegbare Angaben darin stehen.

    Diese Zusammenfassung stammt von plan a. Die Folge „Wie komme ich auf Platz 1 in den KI-Suchergebnissen? (mit Niklas Buschner, Gründer Radyant)“ ist Teil des AI FIRST Podcasts von Felix Schlenther (ai-first.ai).